Weltweit sind ca. 80 Keulenwespenarten beschrieben worden. Von Australien liegen bisher noch keine Nachweise vor. Aus Deutschland sind 5 Arten aus drei Gattungen bekannt, von denen die Art Polochrum repandum, die Holzbienen (Xylocopa) parasitiert, jedoch als verschollen gilt. Kennzeichnend für diese Familie sind die nierenförmig ausgerandeten Augen (wie bei den Faltenwespen), ein langgestreckter, schwachbehaarter Körper und die namensgebenden keulenförmigen Fühler. Bei den mitteleuropäischen Arten handelt es sich sämtlich um bei Bienen lebende Schmarotzer.

Die adulten Tiere legen ihre Eier während der Verproviantierungsphase in den Pollen der Bienen. Nach dem Schlupf sucht die mit dolchartigen Mandibeln ausgestatte Keulenwespenlarve das Wirtsei bzw. die Wirtslarve um diese zu töten und gegebenenfalls auszusaugen. Ab dem zweiten Larvenstadium ernährt sie sich dann von dem Pollenvorrat. Als potentielle Wirte gelten z.B. Heriades truncorum und Osmia caerulescens.